Stimmungen, Bilder, Schnappschüsse...

Sehenswert...

Wenn ich bei den Ausflügen mit meiner Freundin die Kamera mitschleppe, entstehen oft nette Bilder. Dabei möchten wir gern alle Sehenswürdigkeiten bereisen, die etwa einen Tagesausflug entfernt sind. Beispielsweise habe ich Berlin kaum wiedererkannt - diese Stadt steht extrem unter Strom und man trifft die unterschiedlichsten Leute aus aller Welt. Eine wirklich nette Stimmung. Auch ist die Geschichte der der gesamten Gegend ein immer wieder interessanter Aspekt, den ich mit der Kamera einzufangen versuche. Ob Kirchen, Friedhöfe oder die Geschichte der Ost/West-Trennung - es gibt immer interessante Blickpunkte. Natürlich sind die Bilder nur ein winzig kleiner Abriss der Dinge, die wir dort gesehen haben. Klickt einfach die Galerien an... und weiter unten erläutere ich einige unserer Ausflüge.

Caputh

Caputh

Berlin

Berlin

Potsdam

Potsdam

Hirschgeweih

Im Wald und auf der Heide

Tropical Island

Tropical Island

Afghanistan 2008

Afghanistan

Dänemark 2007

Dänemark

Harleydays 2007

Hamburg Harleydays 2007

Hamburger Hafen

Hamburger Hafen

Colorkey-Bild

Blumen/Pflanzen

Grauschnäpper

Vögel

Junges der Wildkatzen

Wildpark Eekholt

Sonnenuntergang

Tiere, Macro, Sonstiges

Stummel Kater

Kater Stummel

MAN 402

Meine Fahrzeuge

Im Wald und auf der Heide...

So, wir sind gestern Abend aus unserem Wochenendurlaub zurück und ich möchte kurz berichten, was ich dort erlebt habe. Mit Jägern und Jagd habe ich seit meiner Kinderzeit immer wieder mal zu tun gehabt und kenne daher einen Großteil der Jägersprache und kann somit auch den meisten Gesprächen der grünen Zunft folgen. Auch weiß ich, daß ich keinen "Weidmanns-Heil" Schnaps mit der rechten Hand trinken sollte! Aber ich bin nun mal kein Jäger - daher passiert es mir immer wieder! So, nun zu meinem letztem Erlebnis...
Der Cousin meiner Freundin ist Bundesförster in Sachsen-Anhalt und betreut Reviere des Bundes, bei denen das größte zusammenliegende ca. 1200 ha umfasst - in aller Regel ungenutzte Truppenübungsgelände der ehemaligen Grenztruppen der DDR.
Am Samstag waren wir Zwei jedenfalls bei einer Revierbegehung dabei und fuhren dabei kreuz und quer mit einem Ford Ranger durch Wald und Heide. In erster Linie haben wir neue Gebiete auf Waldlichtungen abgesteckt und markiert, auf denen verschiedene Getreidesorten angebaut werden. Der Wald selbst besteht überwiegend aus Kiefern, der aber mehr und mehr durch Laubbäume und Dickungen aus Strauchwerk "aufgelockert" wird. Viele Teile des Reviers sind übersät mit Resten abgeschossener Munition bis hin zu Panzerabwehrraketen. Auch findet man dort noch Gebäude, die als Unterbringung ganzer Kompanien der Grenztruppen dienten und nun verlassen im Wald vor sich hin zerfallen - ein merkwürdig gespenstischer Anblick...
In den Wäldern lebt überwiegend Hochwild (also Rehe, Hirsche und Muffel) und wir hatten das Glück eine Gruppe von etwa 30 Muffeln vor unserem Wagen wechseln zu sehen.
Bei diesen Touren haben wir Futterplätze mit Äpfeln und Mais versorgt - bis auf eine Wildschwein-Kirrung, die nur "unser Förster" versorgt hat - die Sauen würden beim Geruch anderer Personen oder des Hundes diese wochenlang meiden. Und bevor Jagdgegner wieder ihr überstrapaziertes Argument bringen, daß Futterplätze immer nur für dafür da sind, um Wild für einen Schuß anzulocken, möchte ich erwidern, daß sehr viele Jäger diese Futterplätze dafür nutzen, um durch das Fernglas kontrollieren zu können, wie sich bestimmte Wildsorten entwickelt haben oder wie(viel) Wild sich durch sein Revier bewegt. Geschossen wird an Futterplätzen selten.
Dann kamen wir an einen Platz des Revieres, der sich vorzüglich eignete, die Büchse (Sako .308Win) anzuschießen - das Schußfeld war frei und einsehbar und wir bauten eine Zielscheibe aus einem Karton in einem alten Granatentrichter auf, die von schräg oben aus dem Ansitz gefahrlos beschossen werden konnte. Geschossen habe ich selbst nicht - aber das war egal, da ich ja selbst eine Büchse in diesem Kaliber besitze und deshalb reichte mir ein Blick durch das excellente Zeiss-Glas! Ein Traum! Zu bemerken sei noch, daß ich das auch nicht gedurft hätte - auch wenn ich selbst Waffenbesitzer und entsprechend kundig bin. Das Schießen außerhalb zugelassener Schießstätten ist nur den Jägern gestattet, die für das Revier auch eine Jagderlaubnis (Begehungsschein o.ä.) besitzen. Diese können ihre Büchsen zur Kontrolle auch mitten im Revier einschießen.

Tipp für Sportschützen: In diesem Revier liegt auch der Schießstand "Am Kahnberg" - einer Betreibergesellschaft der Jäger und des Polizeischützenvereins. Dieser Stand besitzt auch eine 300m Bahn! Link: http://www.schiesspark-kahnberg.de

Bevor wir am Sonntag - nach einem deftigen Grillfest und dem Genuß eines wirklich guten klaren Kräuterschnapses - wieder aufbrachen, haben wir noch ein kleines Reh aus der Decke geschlagen und zerwirkt, welches in der Kühlkammer hang und vor 2 Tagen geschossen wurde. Wir kaufen unser Wild immer beim dortigen Forstamt und es wurde bisher immer vom Fachmann "auseinandergebaut". Obwohl ich dabei schon mehrmals zugesehen habe, wurden mir diesmal die Tips und Tricks gezeigt, die ich auch gleich praktisch umsetzen konnte; so schwer ist ein Reh nicht zu zerwirken! Die nächsten Stücke kann ich demzufolge komplett nach Hause nehmen - das spart Zeit! Man sollte eben nur das richtige Werkzeug haben - dann klappt auch das Schärfen! (Der Waidmann sagt nicht "Schneiden" sondern "Schärfen")
Ich kann ein paar Bilder hier einstellen, die unser letztes Wochenende zeigen, wobei ich bemerken muss, daß ich den Förstern und Jägern, die durch Ihre Arbeit in ihren Revieren die Natur im Gleichgewicht halten, meinen höchsten Respekt zolle! Und ich kann bestätigen, daß verantwortungsvolle Waidmänner sehr viel mehr für den Wald tun, als es viele Jagdgegner behaupten. Sehr viel mehr! Und wenn man Waldschonungen gesehen hat, die von einem Überbestand an Rotwild zerstört wurden, kann man ansatzweise nachvollziehen, daß auch die Eindämmung des Wildbestandes durch den kontrollierten Abschuß zur Pflege des Waldes beiträgt.
Für Zartbesaitete sind einige Bilder sicher nicht geeignet, aber das Zerlegen des Wildes gehört nunmal dazu und man sollte bedenken, daß auch die Steaks im Supermarkt auch nicht so auf den Bäumen wachsen...

Caputh

Am Wochenende des Himmelfahrtstages 2007 "entführte" mich meine Freundin das erste Mal in das romantische kleine Örtchen Caputh. Caputh liegt etwa 5 Autominuten von Potsdam entfernt und wird durch die bezaubernde Atmosphäre kleiner romantischer Seen in waldiger Umgebung beherrscht. Bekannt wurde dieses beschauliche Örtchen dadurch, daß Albert Einstein hier sein Sommerhäuschen hatte und die Ruhe dieses Fleckchens Erde zur Erholung nutzte. Wir übernachteten etwa 100m vom Caputher See und auf unseren Streifzügen durch die nähere Umgebeung sind diese Bilder entstanden.

Hanstholm, DK

Im Juli 2007 besuchten wir gute Freunde meiner Freundin und übernachteten im Ferienhaus in Nr. Vorupør. Natürlich besuchten wir auch die Reste des Atlantikwalls, die gerade im Norden Jütlands sehr häufig anzutreffen sind.
Ein sehr gut erhaltenes Denkmal sind die Bunker der Küstenbatterie in Hanstholm, die verdeutlichen, welch gigantische Bauwerke und technischen Errungenschaften geschaffen wurden, um das Dritte Reich vor dem Untergang zu schützen. In Hanstholm kann man im Bunkermuseum sehr viele Dokumente und Gegenstände der damaligen Zeit besichtigen. Ich kann nur jedem einen Besuch dieser Gegend empfehlen.
" Zur Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg war hier ein Herzstück des Atlantikwalls, von dem noch viele Überreste zeugen. Etwa 500 Bunker wurden in der Dünenlandschaft um Hanstholm errichtet. In dieser Gegend wurde 1971 der Film Die Olsenbande fährt nach Jütland gedreht. Ein großes Bunkermuseum mit unterirdischen Wohnquartieren und einem funktionierenden Munitionszug kann heute besichtigt werden." (Quelle: Wikipedia)
Aber natürlich mag ich Dänemark nicht nur wegen solcher Sehenswürdigkeiten, sondern wegen der Einfachheit, der Landschaft und der unkomplizierten, lockeren Art der dänischen Bevölkerung. Als ich mit dem LKW jahrelang in Dänemark unterwegs war, habe ich zwar das Land lieben gelernt, aber hatte natürlich keine Zeit, um mir die Besonderheiten genau anzuschauen.

Die Ausrüstung

Ich finde, daß bei Fotografien nicht immer das Motiv im Vordergrund stehen sollte. Vielmehr soll das Motiv dazu beitragen, eine bestimmte Stimmung beim Betrachter zu erzeugen. Wenn mich jemand fragt, ob ich fotografiere, antworte ich meist: „Nein, ich versuche Stimmungen einzufangen!“ Beispiel gefällig?
Da wäre ein verrosteter, vergessener Pflug an einer verfallener Feldscheune auf einem verlassenen Acker irgendwo in den verträumten Weiten Schleswig-Holsteins, welcher durch Sommergräser, blaue Kornblumen und knallroten Mohn langsam wieder zurückerobert wird! Das nenne ich ein stimmungsvolles Bild! Dazu fällt mir auch eine Geschichte von Erwin Strittmatter aus "Schulzenhofer Kramkalender" ein....