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- Das Wiederladen von Kurzwaffenpatronen
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Wattebällchen meets Stummelmann
19.Mai 2006 - Schleswig-Holstein: Das hätte die Schlagzeile in der Baldzeitung sein können, wenn
Wattebällchen* nicht eine Vertretung geschickt hätte - und was für eine nette Vertretung! Nun werden wir nie erfahren,
ob dem Wattebällchen der Hintern versohlt oder ob der Stummelmann zu Boden geknutscht worden wäre - wer weiß!
* Unter dem Nicknamen "Wattebällchen" hatte sich Viviane an meinem Geburtstag als ganz großer Stummelmann-Fan geoutet und mich als Single ganz schön in Bedrängnis gebracht. Die Eingeweihten haben sich sicher vor Lachen bepieselt! Dafür hatte ich angedroht, ihr beim ersten Treffen den Hintern zu versohlen! Ein netter Spaß, über den wir heute noch herzhaft lachen können.
Am Freitag letzer Woche kam es zu einem spontanen, kleinen spotlight.de-Usertreffen in
dem kleinen, verträumten Städtchen Krempe in Schleswig-Holstein. Als es sich herausstellte, daß Viviane alias dipima mit
Ihrem Mann ihre gute Freundin Daniela alias DaniF besuchen würde, war schnell klar, daß ich diese Gelegenheit nicht
verstreichen lassen würde - diesmal würde ich unserem Dipi-Mädchen endlich in voller Größe gegenüberstehen!
Gesägt - Tun getan!
Wir kennen uns schon seit mehreren Jahren als Benutzer des Haustierforums der Internetplattform spotlight.de.
Wir haben uns dort schon immer gut verstanden und nun ist man gespannt, wer sich hinter dem Nicknamen wirklich versteckt!
So verabredeten wir uns also an diesem besagten Freitag Abend zu einem gemütlichen Bierchen im schnuckeligen
Ratskeller in Krempe. Daniela, die augenblicklich ja wirklich schwer zu tragen hat, hatte extra
ihren Entbindungstermin verlegt, um mit Ihrem Stephan dabei sein zu können. Viviane, die auch von ihrem
Göttergatten
begleitet wurde, hatte nach eigenen Aussagen, ihren Heiligenschein im Hotel vergessen - doch
das Gegenteil kann hiermit bewiesen werden. Ich selbst hatte zwar einen ziemlich stressigen Tag
im Büro hinter mir,
freute mich aber wie Bolle auf die Vier. Nach der überaus herzlichen Begrüßung auf dem Parkplatz
waren die ersten Schritte getan. Keinerlei Befangenheit oder Befremdlichkeit zu spüren! Als wir am
Tisch Platz genommen hatten, war allen schnell klar, daß man sich in dem Bild, welches man sich hinter
dem Nicknamen gemacht hatte, nicht getäuscht hatte. Wir haben irre viel gelacht und die Gespräche
und Albereien beim Abendessen taten ihr Übriges.
Paul bemängelte zwar sein bestelltes "englisches" Steak, welches doch ein wenig zu lange in der Pfanne
gelegen hatte - und wir wollten alle schon für den Koch sammeln, damit er einen Sprachkurs auf der
Insel belegen konnte.
Apropos Sprache: Viviane und Paul war - bis auf einen kleinen französischen Akzent - nicht anzumerken, daß sie
Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hätten. Sie erzählten Witze, lästerten rum und wir kamen aus dem Lachen nicht heraus. Stephan und Paul verstehen sich blind und die Seitenhiebe gegen die Gattinnen wurden mit lautem Gelächter beantwortet. Aber Daniela und Viviane konnten gut gegenhalten und
Daniela als Fahrerin saß sowieso am längeren Hebel. Die Gäste im Ratskeller schauten nur immer etwas verstört, wenn die Diskussionen über "meinen" Stummel etwas lauter wurde!
Wer weiß, was die von uns gedacht haben! *gggh*
Naja, es war ein wirklich traumhafter Abend und als wir uns gegen 22:00 Uhr trennen mussten, war allen klar:
Das machen wir wieder!
Am Sonntag fuhren Viv und Paul wieder nach Luxemburg und sind dort auch gut angekommen. Wir wünschen Daniela viel
Glück bei der bevorstehenden Entbindung und wenn der Nachwuchs nur ein klein wenig nach Stephan kommt, können wir uns auf
was gefasst machen. Ich kann nun allen nahelegen: Wenn Ihr die Gelegenheit habt, ein Treffen von Internetbekanntschaften
zu arrangieren - tut es! Erst dann werdet Ihr sehen, wer im realen Leben der Teufel und wer der Engel ist!
(Foto: v.l.n.r.: Daniela alias DaniF, Viv alias dipima und der Stummelbändiger alias trichter - durch das Haustierforum auf spotlight.de zu guten Freunden geworden)
Filme, die ich sah...
Per Anhalter durch die Galaxis - Popcornkino vom Feinsten!
Nachdem man das Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" und die nachfolgenden Bände gelesen und sich die BBC-Fernsehserie angetan hat, ist man wirklich gespannt, ob der kürzlich erschienene Kinofilm diese Eindrücke noch toppen kann. Dass ein Regisseur den Streifen, der sich in den Köpfen der Leser abspielt, nicht nachverfilmen kann, sollte jedem klar sein. So bleibt die Hoffnung, daß er zumindestens wesentliche Elemente und Gags enthält, über die man sich beim schon Lesen amüsieren konnte. Am meisten überrascht war ich, als ich sah, daß Ford Prefect ein Schwarzer war; ist ja nicht schlimm, aber damit hatte im ganzen Kinosaal wohl niemand gerechnet. Arthur Dent kam als genau die trottelige Bademantelfüllung rüber, die man sich als Spielball des Universums auch vorstellt. Immer auf der Suche nach einer Tasse Tee und der Beantwortung seiner "primatenhaften" Fragen.Der heimliche Star des Filmes ist meiner Überzeugung nach Marvin, der manisch-depressive Droide, der mit seinen Äußerungen sogar andere Computer (aber nicht nur diese) in den Wahnsinn - respektive Selbstmord - treiben kann. Einfach göttlich, wie dieser knuddelig-kugelige Roboter mit dem Gehirn von der Größe eines Planeten immer wieder die Lacher des Publikums auf seine Seite zieht. Marvin ist einfach Kult!
Die Figur des Universums-Präsidenten Zaphod Beeblebrox war hervorragend besetzt und sorgte für gute Stimmung im Saal. Cool und froody! Ein solcher Präsident würde ordentlich Wind in unseren Bundestag bringen - oder? Vor allem mit einer Zitronenpresse auf dem Kopf!
Ein wenig enttäuscht war ich von der Passage der Beantwortung der Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. In den Büchern fiebert man förmlich dem Ende des Kapitels entgegen, als nach über 7 Millionen Jahren endlich die Antwort errechnet wurde! Diese Spannung kam im Film etwas zu kurz. Naja, kurze Antwort - kurze Szene! Aber - wie war nochmal die Frage?
Die Tricktechnik im Film wurde sehr gut für die teilweise abstrusen Theorien und Darstellungen genutzt. Man denke nur an die Werkhalle der Planetenbauer. Hier lohnt es sich, besonders auf Details zu achten, wie den Anstreicher des Ayers Rock oder die Kornfeldbepflanzer. Auch die Zwischensequenzen, die in der BBC-Serie für Lacher sorgte, kamen hier nicht zu kurz!
Fazit
Den Film kann ich als gelungen bezeichnen und werde ihn mir später auch als DVD zulegen, denn es gibt mit Sicherheit noch massenhaft Gags zu entdecken. Es ist auch für Leute, die die Hitchhiker-Bände nicht kennen, zumindest ein lustiger, kurzweiliger Kinospaß. Der Film ist gut - anders, aber gut!Wenn ihr also die Gelegenheit habt, diesen Film zu sehen, tut, was ihr nicht lassen könnt - Hauptsache, ihr wißt, wo euer Handtuch ist!
Am Besten ist, ihr schaut Euch den Streifen im Hamburger Cinemaxx am Dammtor an, da gab es an der Bar den Pangalaktischen Donnergurgler und als Präsent ein schickes Handtuch mit der Aufschrift: "Keine Panik!" Ein netter Abend und ein Lob an die fleißigen Helfer hinter den Kulissen. So macht Kino Spaß...
P.S.: Machts gut und Verena; "Dankeschön für die vielen Drinks!"
Bücher, die ich las...
Bücher von Douglas Adams
Am 11.Mai jährte sich der Todestag eines der wohl umstrittensten Autoren! Aber wenn es schon einen speziellen Gedenk-Tag der Fans weltweit gibt - den Towel-Day - dann weiß ich, daß ich nicht der Einzige bin, der diese Bücher gerne liest. Per Anhalter durch die Galaxis ist sein wichtigstes Werk. Die zynische Science-Fiction-Satire machte Adams weltberühmt, und viele ihrer Eigenheiten haben den Sprung über die Literatur und die Science-Fiction in die reale Welt geschafft. Für die, die Douglas Adams noch nicht kennen, habe ich eine nette Anekdote herausgesucht; sie handelt von einer Packung Kekse, die Adams in einem Bahnhof verspeisen möchte. Viel Spaß beim Lesen!
„Folgendes ist einem echten Menschen tatsächlich passiert, und dieser Mensch bin ich. Ich musste mit dem Zug verreisen, es war im April 1976 in Cambridge in England. Ich war
etwas zu früh auf dem Bahnhof, weil ich mich in der Abfahrtszeit geirrt hatte. Also kaufte ich mir eine Zeitung, um das Kreuzworträtzel zu lösen, eine Tasse Kaffee und eine Packung Kekse.
Ich setzte mich an einen Tisch. Stellen sie sich die Szene bitte genau vor. Es ist wichtig, dass sie sich ein deutliches Bild davon machen:
Da ist der Tisch, die Zeitung, die Tasse Kaffee, die Packung Kekse. Mir gegenüber sitzt ein Mann, ein vollkommen normal aussehender Mann in einem Straßenanzug und mit einer Aktentasche.
Er sah nicht so aus, als würde er je etwas Verrücktes machen... doch dann passierte dies: er beugte sich plötzlich vor, griff sich die Packung Kekse, riss sie auf, nahm einen Keks heraus uns aß ihn.
Das, muss ich gestehen, ist genau die Sorte Verhalten, mit der Briten ganz schlecht umgehen können. Nichts in unserer Herkunft, Ausbildung oder Erziehung lehrt uns, wie man mit jemandem umgeht,
der einem am hellichten Tag gerade Kekse geklaut hat.
Sie wissen, was passieren würde, wenn das in South Central Los Angeles geschehen wäre? Ganz schnell wären Schüsse gefallen, Hubschrauber gelandet, CNN, na sie wissen schon...
Aber schließlich tat ich das, was jeder heißblütige Engländer getan hätte: ich ignorierte es. Ich starrte in die Zeitung, trank einen Schluck Kaffee, versuchte mich vergeblich an
dem Kreuzworträtsel und dachte: was soll ich bloß tun??
Schließlich dachte ich mir: geht nicht anders, ich muss einfach irgendetwas tun, und bemühte mich sehr angestrengt, keine Notiz davon zu nehmen, dass das Paket rätselhafterweise
schon geöffnet war. ich nahm mir einen Keks.
Jetzt habe ichs ihm aber gezeigt, dachte ich. Doch nein, denn einen Augenblick später tat er es wieder. Er nahm sich tatsächlich noch einen Keks.
Da ich schon beim ersten Mal nichts gesagt hatte, war es beim zweiten mal irgendwie noch schwieriger, das Thema anzuschneiden. "Entschuldigen Sie, ich habe zufällig bemerkt..."
Also wirklich, nein, so geht das einfach nicht.
Aber so aßen wir die ganze Packung. Wenn ich sage, die ganze Packung, meine ich, es waren etwa sechs Kekse für jeden, aber mir kam es wie eine Ewigkeit vor. er nahm sich einen Keks,
ich nahm mir einen, er nahm sich einen, ich nahm mir einen..
Als wir fertig waren, stand er endlich auf und ging weg. na schön, erst warfen wir einander vielsagende Blicke zu und dann ging er weg. Ich atmete erleichtert auf und lehnte mich zurück.
Wenig später fuhr mein Zug ein, ich trank noch schnell meinen Kaffee aus, stand auf, nahm die Zeitung - und unter der Zeitung lagen meine Kekse.
Besonders gut gefällt mir an der Geschichte die Vorstellung, dass seit einem Vierteljahrhundert irgendwo in England ein ganz normaler Mensch herum läuft, der genau dieselbe Geschichte erlebt hat wie ich.
Nur ihm fehlt die Pointe.“